Laktatschwelle im Training planen bei TobyUrsell.com
Du willst schneller werden, länger durchhalten und dein Training endlich so strukturieren, dass jede Einheit Sinn macht? Genau darum geht’s hier: Laktatschwelle im Training planen – clever, individuell, messbar. Stell dir vor, du setzt deine Zeit so ein, dass sie maximal wirkt. Kein Rätselraten mehr, sondern klare Intensitäten, die zu spürbaren Fortschritten führen. Klingt gut? Dann schnapp dir einen Kaffee, wir gehen Schritt für Schritt durch: Was die Laktatschwelle wirklich bedeutet, wie du sie praktisch bestimmst, wie du Trainingszonen nutzt, deine Wochen planst, dich richtig versorgst – und welche Fehler du dir sparen kannst. Am Ende bekommst du konkrete Workouts und Planvorlagen, die du direkt übernehmen kannst. Deal?
Schon bevor du erste Schwellenintervalle absolvierst, solltest du dir über deine Pulsbereiche bewusst sein. Mit Herzfrequenzzonen richtig nutzen erfährst du, wie du deine individuellen Herzfrequenzbereiche exakt festlegst und in Trainingseinheiten sinnvoll einbaust. So kannst du sicherstellen, dass jede Belastungsstufe einen klaren Stimulus liefert – weder zu viel, noch zu wenig Reiz –, um deine Laktatschwelle gezielt zu verbessern und langfristig effizienter zu trainieren.
Um deine Laktatschwelle im Training planen zu können, ist eine fundierte Grundlage unerlässlich. Ein umfassender Überblick findet sich in Leistungsdiagnostik & Monitoring. Hier lernst du, welche Tests und Messverfahren wirklich relevant sind, wie du Biomarker auswertest und Trainingsanpassungen systematisch vornimmst. Damit baust du dein Training auf belastbaren Daten auf und vermeidest unnötige Umwege auf dem Weg zu deiner optimalen Wettkampfform.
Zusätzlich zur Schwellentraining kommt es darauf an, deine maximale Sauerstoffaufnahme zu optimieren. In unserem Beitrag VO2max gezielt steigern findest du praxisnahe Tipps für effektive Intervalle, Regenerationsstrategien und Belastungsdosierung. Wer seine VO2max kontinuierlich ausbaut, legt die Basis für höhere Schwellenleistungen und mehr Energieeffizienz. Damit rundest du deinen Trainingsplan ab und profitierst langfristig von gesteigerter Ausdauerleistung.
Was bedeutet die Laktatschwelle – und warum sie dein Training bei TobyUrsell.com verändert
Die Laktatschwelle beschreibt vereinfacht die höchste Intensität, die du über längere Zeit stabil halten kannst, ohne dass Laktat in der Muskulatur unkontrolliert ansteigt. Jenseits dieser Zone kippt das System: Du wirst „sauer“, die Bewegung fühlt sich hart und unrund an, und die Leistung bricht ab. Genau deshalb ist die Laktatschwelle der Schlüssel für deine Dauerleistungsfähigkeit – egal ob du 10 km läufst, Radmarathons fährst, im Triathlon unterwegs bist oder in Teamsportarten wiederholt hochintensive Aktionen liefern musst.
In der Praxis spricht man häufig von zwei Schwellen:
- LT1 (untere Schwelle): Übergang von „sehr locker“ zu „moderat“ – Fettstoffwechsel dominiert, extrem nachhaltig.
- LT2/MLSS (obere Schwelle): Der obere Rand des Steady-State – Kohlenhydrate dominieren, hart, aber kontrollierbar.
Warum verändert „Laktatschwelle im Training planen“ dein Training? Weil du Intensitäten nicht mehr rätst, sondern präzise steuerst. Du setzt genau die Reize, die mitochondriale Kapazität, Laktat-Clearance und neuromuskuläre Ökonomie nach oben schieben. Ergebnis: schnellere Zeiten, bessere Tempohärte, weniger Überlastung. Für Teamsportler bedeutet eine höhere Laktatschwelle, dass Sprints später im Spiel noch sitzen und die Erholung zwischen Aktionen schneller wird. Kurz: Mit der Laktatschwelle im Training planen heißt, Fortschritt planbar zu machen.
Was passiert physiologisch an der Schwelle?
An der Schwelle balanciert dein Körper Produktion und Abbau von Laktat aus. Deine Muskulatur nutzt Laktat sogar als zusätzlichen Brennstoff – vorausgesetzt, Transporter und Enzyme sind gut trainiert. Schwellenreize verbessern die Kapazität deiner Mitochondrien, erhöhen die Enzymaktivität im Kohlenhydratstoffwechsel und verschieben die Kurve, ab der Laktat stark ansteigt, Schritt für Schritt nach rechts. Das spürst du als „mehr Tempo bei gleicher Anstrengung“ und als Fähigkeit, ein hartes, aber kontrolliertes Tempo länger zu halten.
Praxisnutzen im Alltag
Wenn du wenig Zeit hast, ist die Laktatschwelle dein Turbo für Effizienz. Zwei sauber geplante Schwellen-Sessions pro Woche, umrahmt von viel lockerem Training, bringen dich oft schneller voran als planloses „immer ein bisschen Gas“. Und ja, das funktioniert für Einsteigerinnen genau wie für erfahrene Athleten. Der Unterschied liegt in der Dosis, nicht im Prinzip.
Laktatschwelle im Training planen: So bestimmst du deine individuelle Schwelle (Feld- und Labormethoden)
Bevor du Zonen definierst und mit Schwellenblöcken startest, brauchst du einen belastbaren Anker. Es gibt zwei Wege: Labor und Feld. Beide haben ihren Platz – je nach Budget, Verfügbarkeit und Zielsetzung. Wichtig ist, dass du dich für ein Protokoll entscheidest und es konsistent wiederholst. Nur so erkennst du echte Trends statt Zufallswellen.
Labormethoden: präzise, detailliert, ideal zur Ausgangsanalyse
Im Labor werden Stufentests mit Blutlaktatmessung oder Spiroergometrie durchgeführt. Die maximale Laktat-Steady-State (MLSS) ist physiologisch der Goldstandard, erfordert aber mehrere längere Testsitzungen. Praktischer sind Stufentests mit Laktat und/oder Atemgasen: Du erhältst LT1/LT2 beziehungsweise ventilatorische Schwellen (VT1/VT2), zusätzlich VO2max, Laufökonomie bzw. Radwirkungsgrad und Atemkennzahlen. Vorteil: hohe Genauigkeit, standardisierte Bedingungen. Nachteil: Kosten, zeitlicher Aufwand und der Transfer in die Praxis – denn draußen warten Wind, Temperatur und Topografie.
Feldmethoden: häufig, kostengünstig, alltagsnah
Für die meisten Athletinnen und Athleten ist die Feldbestimmung die erste Wahl. Eine ruhige Strecke, gleichmäßiges Pacing, verlässliche Messgeräte – mehr braucht es oft nicht. Damit kannst du deine Laktatschwelle im Training planen, ohne jedes Mal ins Labor zu müssen.
- Rad 20-Minuten-Zeitfahren: Durchschnittswatt der 20 Minuten × 0,95 ≈ FTP (als Näherung an LT2). Tipp: 5 Minuten „Opener“ im Aufwärmen helfen beim Pacing.
- Laufen 30-Minuten-Test: Pace über 30 Minuten so gleichmäßig wie möglich. Die durchschnittliche HF der letzten 20 Minuten ≈ Schwellen-HF; Pace ≈ vLT2.
- Kritische Leistung/Geschwindigkeit: Mehrere maximale TTs (z. B. 3, 10, 20 Minuten) liefern per Modell eine robuste Schätzung der Dauerleistungsfähigkeit – ideal, wenn du Power- oder GPS-Daten liebst.
- Talk-Test + RPE: Wenn ganze Sätze kaum möglich sind, aber das Tempo noch stabil bleibt, bist du nahe der Schwelle (RPE 7–8/10). Simpel, aber erstaunlich brauchbar.
| Methode | Protokoll | Kennzahl/Output | Vorteile | Grenzen |
|---|---|---|---|---|
| Stufentest mit Laktat | 3–5 Min pro Stufe, Blutlaktat | LT1/LT2, Laktatkurve | Sehr genaue Schwellen | Kosten, Labor nötig |
| Spiroergometrie | Stufen + Atemgasanalyse | VT1/VT2, VO2max, Ökonomie | Viel Detail, Diagnostik | Geräteaufwand, Kosten |
| Rad: 20-min TT | 20 Min so hart wie stabil | FTP ≈ 95% ØWatt | Einfach, häufig wiederholbar | Pacing-Erfahrung nötig |
| Lauf: 30-min TT | ØHF der letzten 20 Min | vLT2, Schwellen-HF | Wettkampfnah | Wetter/Untergrund beeinflusst |
| CP/CS-Modell | Mehrere TTs 3–20 Min | CP/CS, W′/D′ | Robust, datengetrieben | Datenqualität entscheidend |
So werden deine Tests verlässlich
- 48 Stunden vorher: keine harten Einheiten, normal essen, gut schlafen.
- Aufwärmen: 15–20 Min mit 2–3 Steigerungen; keine „Mini-Intervalle“, die dich vorermüden.
- Standardisieren: gleiche Strecke/Rolle, ähnliche Temperatur, vergleichbare Ausrüstung.
- Dokumentieren: Wetter, Untergrund, Schuhe/Reifen, HF, RPE, Taktik – für echte Vergleichbarkeit.
- Wiederholen: alle 6–10 Wochen erneut testen und Zonen aktualisieren.
Validierung im Training
Die beste Kontrolle ist die Realität: Schaffst du 2×20 Minuten an der definierten Schwelle ohne Einbruch und mit stabiler Herzfrequenz? Dann liegst du gut. Brichst du wiederholt weg, passt die Schwelle nicht – oder dein Fueling, Schlaf und Stresslevel. „Laktatschwelle im Training planen“ heißt auch, ehrlich zu dir zu sein und die Zahlen in den Kontext zu stellen.
Trainingszonen rund um die Laktatschwelle: Intensitäten, Dauer und praxisnahe Beispiele
Trainingszonen machen dein Training steuerbar und vergleichbar. Die folgende Übersicht orientiert sich an LT2 (Schwelle) plus ergänzender Herzfrequenz und Pace/Leistung. Werte sind Richtbereiche und sollten individuell aus deinen Tests abgeleitet werden. Nutze eine Kombination aus Zahlen und Gefühl – die Mischung aus Daten und Körperwahrnehmung ist unschlagbar.
| Zone | Gefühl | Richtwerte | Dauer/Blöcke | Ziel |
|---|---|---|---|---|
| Z1 (unter LT1) | Sehr locker, Gespräche easy | 50–65% HFmax; 55–70% FTP | 30–120+ Min | Regeneration, Grundlage |
| Z2 (um LT1) | Locker-moderat, stetig | 65–78% HFmax; 70–80% FTP | 40–120 Min | Fettstoffwechsel, Ökonomie |
| Z3 (unterhalb LT2) | Zügig, aber kontrolliert | 78–88% HFmax; 80–90% FTP | 10–30 Min Blöcke | Steady-State, Toleranz |
| Z4 (um LT2) | Hart, aber reproduzierbar | 88–93% HFmax; 95–105% FTP; vLT2 | 2×20; 3×12; 4×10 Min | Schwellenanhebung, Effizienz |
| Z5 (oberhalb LT2) | Sehr hart, kurz | 95–100% HFmax; 105–120% FTP | 3–6 Min Intervalle | VO2max, Spitzenleistung |
Praxisbeispiele nach Sportart
- Laufen Z4: 3×12 Min bei vLT2, 3 Min Trabpause. Ein-/Auslaufen je 15 Min. Fokus: gleichmäßige Schritte, stabile Atmung.
- Rad Z4: 2×20 Min bei 95–100% FTP, 5 Min locker. Optional: 4×10 Min bei 98–102% FTP bei begrenzter Zeit.
- Schwimmen Z4: 4×400 m @ Schwellenpace, 60–90 Sek Pause. Technikdrill vorher, lockeres Ausschwimmen hinterher.
- Teamsport: 4×6–8 Min kontrollierte Spielformen (mittleres Feld), aktive Pause 3 Min. HF nahe Schwelle stabil halten.
Merke: „Laktatschwelle im Training planen“ heißt nicht, ständig an der Schwelle zu kleben. Die Magie entsteht durch die Mischung: viel locker, gezielt schwellennahe Reize, punktuell sehr hart. So setzt du starke Stimuli ohne die „graue Zone“ zu übertreiben. Und ja, die lockeren Einheiten sind nicht „Zeitverschwendung“, sie sind die Grundlage, auf der deine Schwelle wächst.
Periodisierung mit Fokus Laktatschwelle: Wochen- und Zyklusplanung für Ausdauer- und Teamsport
Gute Planung ist dein Multiplikator. Wenn du deine Laktatschwelle im Training planen willst, braucht es Struktur: Phasen, Schwerpunkte, smarte Erholungsfenster. Nicht kompliziert, aber konsequent. Schräge Wahrheit: Die meisten holen weniger aus ihrem Potenzial, weil sie zu viel „mittelhart“ trainieren und zu selten wirklich planen.
Makro-, Meso- und Mikrozyklen klar denken
- Makrozyklus (3–12 Monate): Von Basis über Aufbau zur Wettkampfform. Zielwettkämpfe fixieren und rückwärts planen.
- Mesozyklus (3–6 Wochen): Thematische Blöcke, etwa „Schwelle stärken“ oder „VO2 pushen“ mit definiertem Fokus.
- Mikrozyklus (7–10 Tage): Konkrete Woche mit 1–3 Schlüsseleinheiten, klaren Entlastungen und einem langen, lockeren Umfang.
Schwellenfokus im Jahresverlauf
Basisphase: viel Z1/Z2, Technik, Athletik. Aufbau: 1–2 Schwellenreize pro Woche + 1 VO2-Session alle 7–10 Tage. Wettkampfphase: spezifische Schwellen-Formate (z. B. Endbeschleunigungen, „race pace“), Volumen leicht reduzieren, Frische priorisieren. Taper: 7–14 Tage, Intensität halten, Umfang senken. Wer zwei Höhepunkte plant, teilt das Jahr in zwei Makrozyklen und setzt je einen konzentrierten Schwellenblock in der Aufbauphase.
Wochendesigns, die funktionieren
Ausdauer (Beispiel Laufen/Rad):
- Mo: Ruhetag oder Z1 30–60 Min, Mobility.
- Di: Z4-Schlüsseleinheit (z. B. 3×12 Min vLT2/FTP).
- Mi: Z1/Z2 45–90 Min, optional Kraft (Unterkörper/Rumpf) – moderater Umfang.
- Do: Z3-Tempodauerlauf 25–40 Min oder VO2-Intervalle 4–5×4 Min (hart, aber sauber).
- Fr: Locker/Technik, kurze Steigerungen, Atemfokus.
- Sa: Langer Umfang Z1/Z2 90–180 Min.
- So: Optional Z2 mit Technikfokus oder komplett frei, je nach Müdigkeit.
Teamsport (Beispiel Fußball/Hockey, Spiel am Samstag):
- So (MD+1): Regeneration, Mobility, leichtes Technikspiel.
- Mo (MD+2): Z1, Aktivierung, kurze Technikformen.
- Di (MD-4): Schwellennahe Spielformen 4×6–8 Min, aktive Pausen.
- Mi (MD-3): Kraft/Power + kurze VO2-Intervalle, Sprung- und Sprinttechnik.
- Do (MD-2): Taktik, moderates Volumen Z2/Z3, Frische sammeln.
- Fr (MD-1): Aktivierung, Sprints, Standardsituationen, mentale Vorbereitung.
Belastungssteuerung: Pyramidal oder polarisiert?
Beides kann funktionieren. Für Schwellenaufbau bewährt sich eine pyramidal geprägte Verteilung: 70–80% locker, 10–20% schwellennahe Arbeit, 5–10% sehr hart. Polarisiert (viel sehr locker, wenig sehr hart, fast kein mittel) passt, wenn du VO2max stark pushen willst. Entscheidend ist Konsistenz: lieber 10 Wochen solide als 2 Wochen „perfekt“ und dann müde.
Monitoring: So bleibst du auf Kurs
Tracke Pace/Watt, Herzfrequenz, RPE und einfache Wellness-Marker (Schlaf, Ermüdung, Muskelstatus). Warnsignale: steigende Ruhe-HF, schlechter Schlaf, fallende Leistungs-HF, anhaltende Müdigkeit, Lustlosigkeit. In dem Fall: eine Woche drosseln, Umfang −20–30%, Schwellenarbeit halbieren, Fokus auf Schlaf und Essen. Danach neu ansetzen und gegebenenfalls die Zonen leicht rekalibrieren.
Blockperiodisierung als Booster
Erfahrene Athleten profitieren oft von 7–10-tägigen Schwellen-„Mini-Camps“: drei Z4-Workouts in 8 Tagen, dazwischen sehr locker. Danach eine Entlastungswoche. Der temporär erhöhte Reiz verschiebt die Laktatschwelle spürbar – vorausgesetzt, Fueling und Regeneration sitzen. Wer im Job viel Stress hat, wählt stattdessen ein konservatives 1–2-Z4/Woche-Modell.
Ernährung und Regeneration für eine höhere Laktatschwelle: Praxistipps von TobyUrsell.com
Leistung entsteht nicht nur im Training. Sie entsteht zwischen den Einheiten – wenn du Energie und Erholung lieferst. „Laktatschwelle im Training planen“ ohne Fueling-Plan ist wie ein Top-Auto mit leerem Tank. Und nein, du musst keine Diät-Gurus zitieren. Du brauchst Basics, die jeden Tag funktionieren.
Vor, während, nach der Schwellen-Session
- Vorher (3–4 Std): 2–3 g Kohlenhydrate/kg, leicht verdauliches Protein, wenig Fett/Ballaststoffe.
- Während (ab 60 Min): 30–60 g Kohlenhydrate/Stunde (Glukose/Fruktose-Mix), 400–800 ml Flüssigkeit/Stunde, 300–600 mg Natrium je nach Schweißrate.
- Nachher (30–60 Min): 0,3 g Protein/kg + 1–1,2 g Kohlenhydrate/kg, Rehydration 1,2–1,5× Schweißverlust.
Koffein (ca. 3 mg/kg) kann RPE senken und die Schwellenleistung stabilisieren. Wer empfindlich reagiert, dosiert niedriger oder wählt späteres Timing. Nitrate (z. B. Rote Bete) sind eine Option, wirken aber individuell – teste das im Training, nicht am Wettkampftag. Salz nicht vergessen: Bei hohen Temperaturen brauchst du oft mehr Natrium, als du denkst.
Ernährungsperiodisierung, die zu deinen Zielen passt
High-Carb an Schwellen- und VO2-Tagen, moderat an leichten Tagen. „Train low“ (niedrige Glykogenspeicher) ist ein fortgeschrittenes Tool und sollte nicht mit harten Schwellenintervallen kombiniert werden – Qualität first. Frauen mit Zyklus-bedingten Schwankungen profitieren oft von extra Kohlenhydraten und Elektrolyten in der späten Lutealphase. Masters-Athletinnen und -Athleten (40+) sollten Proteine besonders konsequent einplanen: 25–35 g pro Mahlzeit, hochwertig verteilt.
Regeneration: simpel und wirksam
- Schlaf: 7–9 Stunden. Konstanz schlägt Perfektion. Powernaps 10–20 Min sind Bonus.
- Aktive Erholung: Z1 20–40 Min, Mobility, lockeres Foam Rolling – Fokus auf Wohlbefinden, nicht auf „Leistung“.
- Kraft/Athletik: 1–2× pro Woche, v. a. Rumpf- und Unterkörperkraft, Hüftstreckung, Fuß-/Sprunggelenk. Nicht direkt vor Schwellenintervallen.
- Umweltstress: Hitze und Höhe sind starke Reize – erfordern Anpassungen beim Volumen/Tempo. Plane 7–10 Tage Akklimatisation.
- Gesundheitsmarker: Chronisch niedrige Energieverfügbarkeit bremst die Schwelle. Iss genug – du trainierst nicht, um zu hungern.
Mindset und Alltag
Guter Plan, gute Gewohnheiten, gutes Timing. Du musst nicht „perfekt“ sein. 80% konsistent schlagen 100% für zwei Wochen. Kleine Routinen – Flasche bereitstellen, Snack planen, Schlaf ritualisieren – halten dich auf Kurs. Und wenn’s mal nicht läuft: Ein Tag Pause ist kein Rückschritt, sondern eine Investition.
Häufige Fehler beim „Laktatschwelle im Training planen“ – und wie du sie vermeidest
- Zu viel „graue Zone“: Jeden zweiten Tag „ein bisschen hart“ ist Rezept für Stagnation. Lösung: klare Polarität – locker ist locker, Schwelle ist Schwelle.
- Veraltete Zonen: Einmal getestet, nie angepasst? Progress oder Rückschritt bleiben unentdeckt. Lösung: alle 6–10 Wochen kalibrieren.
- Falsches Pacing: Zu hart starten, dann einbrechen. Lösung: erste Wiederholung konservativ, Zieltempo nach 2–3 Minuten stabilisieren.
- Zu kurze Pausen: Schwellenarbeit ist kumulativ. 2–5 Minuten aktive Pause sind normal – kein Zeichen von Schwäche.
- Ignorierte Technik: Schlechte Laufökonomie/Position frisst Leistung. Lösung: Technikdrills, Videofeedback, kurze Steigerungen.
- Fueling unterschätzt: Leere Speicher = instabile Leistung. Lösung: Carbs rein, besonders vor und nach Schwellen-Sessions.
- Monotone Reize: Immer 4×10 Min – irgendwann verpufft es. Lösung: Blocklängen variieren (8–20 Min), Over-Unders, Criss-Cross.
- Externe Stressoren ignoriert: Job, Schlaf, Hitze – alles zählt. Lösung: flexibel planen, harte Einheit verschieben ist okay.
- Krafttraining falsch getaktet: Schwere Beine vor Z4 killen Qualität. Lösung: Kraft an leichten Tagen oder nach kurzen Einheiten.
- Copy-Paste-Pläne: Was bei anderen wirkt, muss zu dir passen. Lösung: Daten + Gefühl + Kontext = dein optimaler Plan.
Plus ein Bonusfehler: zu selten Spaß haben. Ja, ernsthaft. Wer ab und zu ohne Uhr läuft, Technikspielchen einbaut oder mit Freunden trainiert, bleibt länger dran. Konsistenz gewinnt fast jedes Rennen – besonders das gegen den inneren Schweinehund.
Beispiel-Workouts und Planvorlagen: Laktatschwelle im Training planen für Einsteiger bis Fortgeschrittene
Hier kommt der praktische Teil. Nutze diese Vorlagen, passe das Volumen an dein Niveau an und dokumentiere deine Reaktion. So wird „Laktatschwelle im Training planen“ vom Buzzword zur Routine. Wichtig: Jede Einheit beginnt mit einem Aufwärmen (10–15 Min) und endet mit lockerem Auslaufen/Ausrollen (10–15 Min). Technik vor Tempo – immer.
Laufen: Schwellen-Workouts
- Einsteiger: 3×8 Min bei vLT2−, 3 Min Trab. Ein-/Auslaufen je 12–15 Min. Fokus: ruhige Schritte, stabile Atmung.
- Aufbau: 4×10 Min bei vLT2, 3 Min Trab. Später 3×12 Min – Ziel: gleichbleibende Pace bis zum Schluss.
- Fortgeschritten: 2×20 Min bei vLT2, 5 Min Trab. Oder 3×15 Min, 4 Min Trab. Variiere Terrain (flach/leicht wellig).
- Criss-Cross: 4×10 Min mit 2 Min vLT2− und 1 Min vLT2+ im Wechsel, 3 Min Trab. Hält dich konzentriert.
- Endbeschleunigung: 30–40 Min Z3 mit 10 Min vLT2 am Ende. Wettkampfnah, mental stark.
Rad: Schwellen-Workouts
- Einsteiger: 3×10 Min bei 92–98% FTP, 4 Min locker. Kadenz 85–95 rpm.
- Klassiker: 2×20 Min bei 95–100% FTP, 5 Min locker. Erg- oder Freimodus – aber nicht „überziehen“.
- Over-Unders: 4×12 Min als 2 Min @ 105% FTP, 2 Min @ 95% FTP im Wechsel. 5 Min locker zwischen den Blöcken.
- Ermüdungsresistenz: 45–60 Min Z2, danach 3×10 Min Z4. Simuliert spätes Rennen/Anstieg.
Schwimmen: Schwellennahe Sets
- Warm-up 600–800 m inkl. Technikdrills, dann 4×400 m @ Schwellenpace, 60–90 Sek Pause.
- Alternative: 8×200 m @ vLT2, 30–45 Sek Pause. Fokus: konstante Züge pro Bahn, saubere Wende.
Teamsport: Integration ohne Spielflussverlust
Schwellenarbeit lässt sich in Spielformen verpacken. Beispiel: 7-gegen-7 auf mittelgroßem Feld, 4×6–8 Min mit klaren Positionsaufgaben, aktive Pause 3 Min (Ballhalten/Technik). Ziel: HF nahe Schwelle, wiederholbare Qualität. Ergänze kurze Sprints am Ende für „Game Speed“. Wer in unteren Ligen trainiert, kann das auch als Laufzirkel mit Ball einbauen – Hauptsache, Intensität und Technik bleiben sauber.
8-Wochen-Planvorlagen (Beispiele, anpassbar)
Jede Woche enthält 1–2 Schwellenreize, umgeben von lockerem Volumen, Technik und optional Kraft. Passe Umfang, Pausen und Wiederholungen an deine Verfügbarkeit und dein Erholungsvermögen an. Logge jede Einheit kurz: Wie war das Gefühl? Wie war der Schlaf? Was sagt die Pace/Watt zur HF? So lernst du, wie du auf Reize reagierst.
| Niveau | Wochen 1–2 | Wochen 3–4 | Wochen 5–6 | Wochen 7–8 |
|---|---|---|---|---|
| Einsteiger | 1×/Woche: 3×8–10 Min Z4; 1× kurze Z5-Impulse (6×30–45 Sek) in Z2 | 1–2×/Woche: 3×10 Min Z4; Umfang +10%, Technikdrills | Deload: Z4 reduziert (2×10 Min), Fokus Schlaf/Erholung | 2×/Woche: 4×10 Min und 2×15 Min alternierend, langer Z2-Tag |
| Fortgeschritten | 2×/Woche: 3×12 Min + 5×4 Min VO2 (hart, aber kontrolliert) | 2×/Woche: 2×20 Min und „Criss-Cross“ 4×10 Min | Deload: 1× Z4 light, sonst Z1/Z2, Mobility, Technik | Spezifisch: 3×15 Min vLT2 mit Endbeschleunigung, ein langer Z2-Tag |
Warm-up, Pacing, Technik: die „Kleinen Dinge“
- Aufwärmen: 10–15 Min locker, 2–3 Steigerungen, 2–3 Technikdrills (z. B. Lauf-ABC, Trittfrequenzspiele).
- Pacing: Die letzten Wiederholungen sollen so sauber sein wie die erste. Abweichung ±2–3% ist ideal.
- Atmung: Rhythmisch (2:2 bei Z4), längere Ausatmung bringt Ruhe in die Bewegung.
- Form-Checks: Schultern locker, Rumpf stabil, Schritte/Kadenz gleichmäßig, Blickführung ruhig.
Abschluss und nächste Schritte
Wenn du deine Laktatschwelle im Training planen willst, starte heute: Wähle ein Testprotokoll, definiere Zonen, plane für die nächsten vier Wochen 1–2 Schwellenreize pro Woche, sichere Fueling und Schlaf – und beobachte, was passiert. Fang einfach an, halte es simpel, bleib flexibel. TobyUrsell.com liefert dir dafür die Struktur, das Know-how und die Motivation, dranzubleiben. Dein Fortschritt? Der ist nicht zufällig. Er ist geplant.

